Wo bitteschön ist mein Wohlfühlbereich?

Es ist verlockend, zu einem hochsensiblen Menschen zu sagen, „bleib in deinem Wohlfühlbereich. In diesem Bereich zwickt und zwackt nichts, da bist du entspannt und ganz in deiner Kraft“.

Und genau deshalb sage ich es auch immer wieder in meinen Gesprächsrunden und Einzelberatungen: Lerne deinen Wohlfühlbereich kennen und spiele mit ihm!

Doch genau hier liegt dann auch die Crux. Wo und was bitteschön ist „mein Wohlfühlbereich“? Und um es noch zu verkomplizieren: Es gibt auch noch andere Namen dafür, wie etwa „die Komfortzone“ oder der psychologische Fachausdruck „das optimale Erregungsniveau“. Soll heißen, wir können Aufgaben am besten erledigen, wenn unser Nervensystem einem optimalen Erregungsniveau ausgesetzt ist. Diesen Bereich nennen wir den Wohlfühlbereich. Hier sind wir optimal aktiviert und können optimale Leistungsfähigkeit erbringen. Weiterlesen

Alleinsein ist fein

zem„Alleinsein zu müssen ist das Schwerste,
Alleinsein zu können das Schönste.“

Hans Krailsheimer (1888-1958), deutscher Schriftsteller

Hochsensible Kinder ziehen sich oft zurück und genießen ihre Zeit mit sich. Doch Alleinsein hat einen schlechten Ruf. Sofort steigen in uns Bilder von Einzelgängern oder Langeweilern auf. Wir assoziieren Alleinsein mit Einsamkeit  und haben Sorge, dass unsere Kinder vereinsamen und in soziale Isolation geraten. Weiterlesen

So ein Stress!

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Alltag ohne das Wort „Stress“ ist kaum vorstellbar. Wir verwenden Sätze wie: „Die Kinder machen Stress!“ „Ich stehe sehr unter Stress!“ „Es ist gerade sehr stressig!“ „Der Stress macht mich noch wahnsinnig!“ „Stress lass nach!“ „Ich bin gestresst.“

Stress ist ein viel gebrauchtes Wort in unserer Alltagssprache; selbst unsere Kinder verwenden es bereits! Und bei digitalen Nachrichten machen wir keinen Halt, die anderen von unserer momentanen Belastung via gestressten Emojis zu informieren:

😰  😓  😤  😩  😫  😡  😠

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Mein Kind ist hochsensibel. Was tue ich jetzt?

Die meisten Eltern stoßen durch Zufall auf das Thema Hochsensibilität, ein gelesener Zeitungsbericht, ein weitergeleiteter Facebook-Artikel oder eine Suche im Internet spät in der Nacht, um etwas Hilfreiches über das kräftezehrende Verhalten unspecifieddes eigenen Kindes zu finden. Fühlen sich Eltern durch die Begrifflichkeit „Hochsensibilität“ angesprochen, so stellt sich erst einmal Erleichterung ein. Sie erhalten plötzlich eine wesentlich genauere Beschreibung ihres Kindes. Es eröffnet ihnen zudem neue Wege, das Kind besser zu verstehen und zu begleiten. Weiterlesen